1. Art der Betreuungseinrichtung:

„Ich bin Ich“ ist eine Kleinkindbetreuungs-einrichtung die vormittags oder nachmittags, sowie ganztags in Anspruch genommen werden kann. Sie soll den Müttern ein wenig Freiraum schaffen, sowie die Möglichkeit geben, einer Berufstätigkeit nachzugehen.

 

2. Leitidee:

Im Mittelpunkt unserer Einrichtung steht natürlich die beste Betreuung für unsere Kinder.

Die Kinder sollen, ihrem Alter entsprechend, die Möglichkeit haben sich kreativ in der Gemeinschaft und individuell (mit Stärken und Schwächen) zu entfalten und soziales Verhalten erlernen. Ihnen soll in überschaubaren, altersgemischten Gruppen das

Zusammensein mit anderen Kindern ermöglicht werden.

Sie sollen Kind sein dürfen, sich geborgen fühlen und mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen von pädagogisch ausgebildeten Betreuerinnen begleitet werden.

Werthaltungen und Grundsätze:

• Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen bilden, freie Entfaltung der Persönlichkeit nach dem Motto: Ich bin Ich!

Freiheit mit klaren Grenzen u. Regeln erfahren – Nein sagen dürfen!

• Bewusstsein für Natur und Gesundheit erwerben u. stärken – Experimente, Spaziergänge, Beobachtungen – am Erlebnishintergrund der Kinder anknüpfen.

• Wertverhalten wie Wahrheit, Freiheit, gewaltlose Konfliktbewältigung, Mut zur Stellungnahme, Umgangsformen, Liebe erfahren und vorleben.

• Zur Selbständigkeit anregen und Arbeitsweisen des täglichen Lebens erlernen und anwenden ( An- u. Ausziehen, Spielmaterial verräumen…).

Wichtig ist dabei die ganzheitliche Sicht des Kindes nach dem Grundsatz von Maria Montessori, „Hilf mir es selbst zu tun“.

• Kreativität und Phantasie entfalten – Erfahrungen mit Materialien sammeln (Farben, Holz, Knete, Leim, Ton…)

• Gruppenzusammengehörigkeitsgefühl wecken und erfahren – wir arbeiten miteinander nicht gegeneinander und das macht uns stark.

 

3. Zielgruppe:

Ich bin Ich ist eine eingruppige, altersgemischte Kinderbetreuungseinrichtung, mit max. 24 Betreuungsplätzen pro Halbtag für Mädchen und Buben.

Das Alter der Kinder beträgt 1,5 bis 4 Jahre.

In Schulferienzeiten kann bei einer Zahl bis max. 7 zu betreuenden Kindern auch nur eine Betreuerin anwesend sein.

 

4. Öffnungszeiten, Ferienregelung & Verpflegung:

Die Öffnungszeiten von „Ich bin Ich“ sind von Montag bis Freitag von 7:30 bis 12:30 Uhr und an vier Nachmittagen von 13:30 bis 17:30 Uhr.

Die Betreuung erfolgt in der Regel ganzjährig mit Ausnahme der Feiertage und reduzierter Ferien ( ca. 5 Wochen im Jahr wird sie geschlossen – die Zeit zw. Weihnachten und  Dreikönig , im August).

Eine gesunde Jause wird in der Kinderbetreuung selbst zubereitet und kostet 1€.

Möglichkeiten: Vormittags- und/oder Nachmittagsbetreuung

 

5. Pädagogische Ausrichtung – Ansätze, Methoden und Umsetzung:
Nur das Zusammenspiel mehrerer pädagogischer Ausrichtungen ermöglichen dem Kind seine individuellen Bedürfnisse zu stillen.

Die Kinder sollen Kind sein dürfen und die Freiheit haben ihr tägliches Tun selbst zu bestimmen. Sie sollen das Staunen nicht verlernen und ihre gesunde Neugier soll erhalten bleiben. Das Umfeld mit allen Sinnen erleben (riechen, schmecken, fühlen,

hören, tasten).

Der Tagesablauf beinhaltet sowohl Rituale und Regelmäßigkeiten und gibt so den Kindern Sicherheit – gestaltet sich aber auch nach ihren Bedürfnissen.

Die Betreuerinnen behalten stets das ganze Kind im Auge und setzen somit auf eine ganzheitliche Förderung ( Alter, Schwächen, Stärken, Entwicklungsstand… ).

Verschiedene Themen werden über einen längeren Zeitraum ganzheitlich erarbeitet.

z.B. kontinuierliche Beobachtung der Natur und anschließende Dokumentation des Ergebnisses ( Blätter der Bäume färben sich, werden gesammelt, gepresst und dann verarbeitet).

Methodische Reihen aufgebaut wie beispielsweise bei Legespielen:

– versch. Material anbieten

– Erfahrungen sammeln … wühlen, ordnen, sortieren

– Können festigen … Material mischen, symmetrisch legen

– Erlerntes anwenden … Tische mit Legemustern schmücken, Körperumrisse anderer Kinder legen

6. Spiel- und Fördermaterial:

• Werk- und Malbereich um die taktilen Fähigkeiten übers Kneten, Malen und Kleben zu erweitern, eigene Ideen umzusetzen und der Phantasie freien Lauf zu lassen, ohne das Kind durch Vorgaben in Bahnen zu lenken. Verschiedene Materialangebote sollen Kreativität und Freude am Gestalten wecken (Naturmaterial, Papier, Cromarfarben, Wachskreiden, Dosen, Stoffe …). Besonderen Stellenwert hat das freie Malen mit den Händen oder dem Pinsel auf großflächigem Hintergrund oder einer Malwand (Ausdrucksmalen).

• Musikecke: Sie können musische Interessen erfahren durch musizieren auf den vorhandene Instrumenten ( Rasseln, Trommeln, Klangstäbe, Xylophon…).

• Puppenbereich um im Rollenspiel soziale Situationen des Alltags nachzustellen und sich bei Verkleidungsspielen auszuleben.

• Spielbereich Boden ( vor allem für die Kleinsten): Ziehtiere, Wagen schieben, große Bausteine um Figuren zu legen, Riesenpuzzle, Schüttspiele, Phänomenale Spiele wie Kugelbahn und Kaleidoskope.

• Spielbereich Tisch um kognitiven Aufgaben wie Puzzeln, Perlen fädeln, Brettspielen nachzugehen ( altersentsprechend auswählen, Ziele beachten). Selbsthergestellte Arbeitsmaterialien nach Montessori für Übungen des täglichen Lebens ( sortieren, tröpfeln, schütten, Umgang mit Löffel und Pinzette, öffnen und schließen von Gegenständen, Farben mischen, Knopfdose).

• Jausenbereich, hauswirtschaftlicher Bereich für Jause und zur Ausübung von Tätigkeiten die in der Regel den Erwachsenen vorbehalten sind wie abwaschen, abtrocknen u. kochen.

• Ruhe- und Entspannungsraum um sich zurückzuziehen und beim Geschichtenerzählen zur Ruhe kommen (Bilderbücher, Kissen, Decken, Massagebälle, CD`s meditativ).

• Große Wanne für Schüttspiele gefüllt mit Sand, Mais oder Bohnen. – beobachten, sich verweilen können, genießen, ruhig werden –

• Garten: Natur erleben bei Sand-, Wasser- und Erdspielen, viel Bewegung an der frischen Luft.

 

7. Tagesablauf:

Ein geregelter Tagesablauf hilft dem Kind sich zu orientieren und sich sicher zu fühlen.

07:30 Uhr – 09:30 Uhr – Freispielzeit, ankommen der Kinder

09:30 Uhr – 09:45 Uhr – Signal und Morgenkreis (Begrüßung, Lieder, Fingerspiele)

09:45 Uhr – 10:30 Uhr – Jause essen

10:30 Uhr – 10:45 Uhr – Signal und Aufräumen

10:45 Uhr – 11:15 Uhr – kurzes geleitetes Angebot (freiwillig) – Kreisspiele, Lieder, Bilderbücher, Geschichten, Bewegungsübungen, Turnen,…)

11:15 Uhr – 12:30 Uhr – Abholzeit, Freispielzeit, Spiel im Garten

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13:30 Uhr – 15:00 Uhr – Freispielzeit

15:00 Uhr – 15:30 Uhr – Aufräumen, Jause essen

15:30 Uhr – 16:00 Uhr – Freiwilliges Angebot (siehe Vormittag)

16:00 Uhr – 17:30 Uhr – Freispielzeit, Spiel im Garten, Abholzeit

 

8. Eingewöhnungsphase:

Diese Phase ist sehr wichtig für ein Kind. Der erste Loslösungsprozess ist oft nicht leicht zu verkraften für ein Kind. Wir Betreuerinnen versuchen durch einen liebevollen Umgang dem Kind Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Die Kinder können einen vertrauten Gegenstand ( Kuscheltier, Schmusetuch,…) von zu Hause mitnehmen. Dieser hilft ihnen sich in der neuen Umgebung sicher zu fühlen. Ein kurzer Abschied der Eltern, erleichtert die Ablösung, lange Abschiede verunsichern das Kind – Info an die Eltern im Voraus.

Die Dauer des Aufenthalts sollte langsam gesteigert werden. z.B. das Kind kann in den ersten Wochen schon etwas früher abgeholt werden. Bei Kindern denen die Ablösung sehr schwer fällt kann eine Probezeit von zwei Monaten (individuell) vereinbart werden.

9. Besondere Situationen:

Ziel: Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit in belastenden Lebenssituationen wie Scheidungen, Krankheiten enger Angehöriger …

durch viel Einfühlungsvermögen, kuscheln, Bilderbücher und Gespräche zur Verarbeitung.

 

10. Fachlichkeit:

BetreuerInnen:

Raidel Brigitte – Leiterin und Geschäftsführerin

Ausbildung zur Spielgruppenleiterin

Marylin Marx – Sozialpädagogin

Sarah Pröll – Sozialpädagogin

Birgit Vetter – Spielgruppenleiterin

Peter Naier – Kleinkindbetreuer

Dilma Ahmed – Helferin

 

11. Elternarbeit:

Die Betreuung Ich bin Ich bietet die Chance einer Elternbeteiligung. Eltern können im Rahmen der strukturellen, organisatorischen Rahmenbedingungen ihre Interessen einbringen und was den Vorstand betrifft, mitarbeiten.

Es werden verschiedene Feste miteinander gefeiert ( Laternenfest, Muttertagsfrühstück, Abschlussfest,…). Wir bieten Elternabende und falls erwünscht auch Elterngespräche an.

Für Fragen und Wünsche stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung, denn nur eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Betreuerinnen gewährleistet eine optimale Arbeit mit den Kindern.

 

12. Persönliche Sicherheit des Kindes:

Die Kinder werden von sechs pädagogisch ausgebildeten Betreuerinnen begleitet.

Alle Kinder werden von ihren Eltern zur Einrichtung gebracht und dort wieder abgeholt.

Mit der Übergabe des Kindes in die Hände der Betreuungsperson ( im Gruppenraum), geht die Aufsichtspflicht an diese über. Die Aufsichtspflicht endet wieder mit der Übergabe des Kindes an einen Erziehungsberechtigten – ebenfalls im Gruppenraum.

 

13. Abschluss:

Das pädagogische Konzept wurde gemeinsam erarbeitet und steht für die Werte und Normen, nach denen wir unsere Kinder im Alltag begleiten. Es besteht aus verschiedenen Elementen vorhandener Konzepte an dem sich unser Team orientiert, um gemeinsame Ziele zu verwirklichen. Unser Konzept stärkt und schützt uns – macht unsere Arbeit aber auch transparent und nachvollziehbar nach außen.

 

Glücklich – Der Mensch, wenn er werden soll, was er sein muss, muss als Kind sein und als Kind tun, was ihn glücklich macht.

Johann Heinrich Pestalozzi